Gruppenarbeit

Zunächst geht es um die Definition von Gruppenarbeit:
Eine Gruppe besteht aus zwei oder mehr Leuten, die gemeinsame Ziele verfolgen und in ständiger Kooperation und sozialer Interaktion miteinander stehen müssen.
Nach dieser Definition ist ein Team nicht das Gleiche wie eine Gruppe.

Verschiedene Formen und Arbeitsgruppen lassen sich unterscheiden. Teilautonome Gruppen regeln ihren Arbeitsablauf selbständig und eigenverantwortlich.
In diesen Gruppen ist der Handlungsspielraum der Gruppenmitglieder ausgeweitet. Einereits soll dies der Humanisierung der Arbeit dienen. Andererseits soll dadurch auch die Arbeitproduktivität erhöht werden. Insgesamt sollen die Beschäftigte, die Organisation und die Produktion davon profitieren.

Vor allem in der japanischen Automobilindustrie werden Fertigungsteams eingesetzt. Sie wurden im Zusammenhang mit der Lean Production diskutiert und propagiert.
In Fertigungsteams werden tayloristische Arbeitszyklen und Arbeitsstandardisierungen beibehalten.
Diese Arbeitsgruppe zeichnet das just-in-time Prinzip, die Beseitigung jeglicher Puffer und die taktgebunden Fließfertigung im Montagebreich aus.
Zu den temporären Arbeitsgruppen zählen die Projektgruppen und die Qualitätszirkel.

In einer Projektgruppen versammeln sich typischerweis mehrere Experten unterschiedlicher Fachbereiche. Es sind häufig Personen der mittleren Führungsebene.
Mit Beendigung des Projektes löst sich die Gruppe auf. Projketgruppen werden besonders oft in den Entwicklungs- und Forschungsabteilungen
größerer Industrieunternehmen eingesetzt. Im Jahre 1994 setzten 90% der umsatzstärksten Industrieunternehmen in der BRD Projektgruppen ein.
Eine kleine Anzahl an Mitarbeitern bilden einen Qualitätszirkel. In der Regel gehören sie der unteren Hierarchieebene an. Die Treffen bzw. die Zusammenkunft erfolgen auf freiwilliger Basis. Dabei werden selbst gewählte Arbeits- und Qualitätsprobleme besprochen.
Während bei der Projektgruppe der Kontroll- und Handlungsspielraum relativ groß sein kann, ist er bei den Qualitätszirkeln eingeschränkt.
Die Mitglieder von Qualitätszirkeln erarbeiten in der Regel Verbesserungsvorschläge. Das soll die Qualität der Arbeitsergebnisse steigern und
nebenbei auch die Mitarbeitermotivation erhöhen.

Ursprünglich stammen die Qualitätszirkel aus Japan. Sie wurden jedoch im Laufe der 1980er Jahre auch erstmalig in Deutschland kopiert.
Mitte der 1990er Jahre wurden die Qualitätszirkel von KVP-Gruppen abgelöst. Diese behandeln ein bestimmtes Problem und lösen sich nach
dessen Lösung auf. Daher stellen KVP-Gruppen eine Mischform aus Qualitätszirkeln und Projektgruppen.

Eine vergleichsweise neue Gruppenformen sind virtuelle Teams, die ein gemeinsames Arbeiten auch über räumliche und organisationale Grenzen hinweg erlauben.

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Eingeordnet unter AO Psychologie

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