Die künstliche Persönlichkeit, die von Antizipation getrieben wird

Die Consequence Driven Systems Theory stammt von Stevo Bozinovski (2003). Als nicht-Psychologe beschäftigt er sich mit künstlicher Intelligenz und stellt auch die Frage nach der künstlichen Persönlichkeit. Seine Theorie bedient sich teilweise bei John Clinton Loehlin und Kurt Lewin.

Zu den Grundlagen der Consequence Driven Systems Theory (auch auf die Gefahr hin, dass jetzt einige Hundeerziehung und Ähnliches schreien!):

3-fache Umwelt: eine externe, eine interne und eine genetische Umwelt. In der externen Umwelt äußert sich das Verhalten. In der internen wird das Verhalten vorbereitet. Die genetische Umwelt liefert die Initial-Bedingungen.

3 Zeiten: der Agent sollte über ein Verständnis für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verfügen. Die Vergangenheit ist verbunden mit der Evaluation des gezeigten Verhaltens. In der Gegenwart spielen sich die Emotionen ab, die sich auf den aktuellen Zustand richten. Die Moral liegt in der Zukunft.

Architektur der Persönlichkeit: Speichereinheit, Zustandsevaluator und Verhaltensselektor. Zudem existieren noch Persönlichkeitsparameter wie Ungeduld, Neugier etc.

Emotionen: Es existiert eine Mappe von Gefühlsknoten. Ein Knoten lässt sich dann durch ein bestimmtes Verhalten erreichen.

Motivationen: Die Motivation ist die antizipierte Bewertung des Verhaltens, bevor es statt gefunden hat. Die Werte für die Motivation errechnen sich aus den Werten der antizipierten Konsequenzen. In der Consequence Driven System Theorie werden nur die Motivationen gespeichert und nicht die Zustandsbewertungen.

Agent-Umwelt-Interaktion: Denken über die Agent-Umwelt-Interaktion.

Klingt alles technisch? Ist es auch! Es gibt jedoch das Denken, dass die Allgemeine Psychologie ohne mathematische Modellbildung keinen theoretischen Forschritt erzielen wird, denn die Experimente sind nur sinnvoll im Lichte von Theorien und Modellen. So wie es scheint hat diese Theorie allerdings noch nicht allzu viele Anhänger gefunden zu haben. Das Ergebnis der Studie will ich nicht vorenthalten: Demnach ist der Wert der antizipierten emotionalen Konsequenz das, was einen Animat motiviert.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Entscheidungsfindung, Persönlichkeit, Studien

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s