Wutbürger oder Gutbürger?

Vor einiger Zeit wurde im Spiegel über eine Studie aus Göttingen berichtet, die im Endeffekt dieses Ergebnis präsentierte: Wutbürger sind egoistisch motivierte, sozial und materiell priviligierte Protestler jenseits der 45. In einem Blog des Göttinger Instituts liest sich das auch schon ganz ander: Der  Protest gegen den Ausbau von Windkraftanlagen und Stromtrassen passt nicht zum medial verbreiteten Bild des grantelnden Wutbürgers, welches, geprägt durch den Spiegel-Autor Dirk Kurbjuweit, als Synonym für eine neue bürgerliche Protestbewegung steht.

Diese Frage wurde auch schon von Stefan Stürmer behandelt. So diskreditiert man engagierte Bürger – unter dem Motto liesse sich die vom Spiegel eingeführte Bezeichnung des Wutbürgers betrachten. Und nicht zu unrecht. Laut Stürmer ist es eben nicht die pesrönliche Betroffenheit und die egoistische Sicht, die die Bürger auf die Straße treibt. Vielmehr sind es Motive, die sich aus der Gemeinwohlorientierung ergeben, die eher altruistisch denkende Bürger zu Protesten bewegt.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Community Psychology, Sozialpsychologie, Studien

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