Berufswahlmotive von Lehrern

Über 10% der Studienanfänger entscheiden sich für ein Lehramtsstudium. Viele Untersuchungen betonen die subjektive hohe Bedeutsamkeit der Arbeit mit Kindern, die für angehende Lehrer eine große Lehrer spielen. Der gesellschaftliche Beitrag, die abwechslungsreiche und interessante Tätigkeit, fachbezogene Interessen, die Vermittlung von Wissen, erfahrungsbestimmte Motive, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Möglichkeit zur eigenen Weiterbildung werden desweiteren genannt.

Extrinsische Motive wie der hohe Freizeitanteil, der sichere Arbeitsplatz und das gute Gehalt werden ebenfalls häufig berichtet.

Die Motive können zwischen den verschiedenen Schulformen schwanken. Sekundarschullehrkräfte geben in der Regel mehr fachorientierte Gründe an, während Grunschullehrkräfte eher den gesellschaftlichen Beitrag betonen.

Eine Studie der Universität von Frankfurt fand bei 50% der Lehramtsanwärter die Hoffnung auf ein überschaubares Studium und einem sicheren, dem Wohnort nahegelegenen und familienfreundlichen Arbeitsplatz. 35% der Studenten entschieden sich aus eher pragmatischen Gründen für das Studium und 27% der Studenten zweifelten an ihrer Befähigung für den Lehrerberuf von Anfang an. Nach Rauin wollten 25% aller Lehramtsstudenten eigentlich nie Lehrer werden.

Eine Faktorenanalyse von Oesterreich fand fünf Faktoren:

  1. Unspezifisch positives Berufsbild
  2. Angenehmes und sicheres Leben
  3. Bewußte Arbeit mit Kindern und Jugendlichen 
  4. Gesellschaftliche und politische Aufgabe
  5. Wissensvermittlung im Fach
Pohlmann und Möller fanden dagegen sechs Faktoren. Sie unterscheiden zwischen erwartungsbezogene Faktoren wie Fähigkeitsüberzeugung und die wahrgenommene geringe Schwierigkeit des Studiums. Dem Fragebogen liegt ein Erwartungs-Wert-Modell zugrunde. Als wertbezogene Komponenten ließen sich das pädagogische Interesse, das fachliche Interesse und Nützlichkeitsaspekte identifizieren. Ein weiterer eher getrennter Faktor waren die sozialen Einflüße. 

Die Ergebnisse der Studien widersprechen sich teilweise. Das mag aber mit dem Zeitpunkt der Studie zusammen hängen. Wie Jantzen in einer Längsschnittuntersuchung aus dem Jahr 1981 berichtete, scheinen sich Berufswahlmotive historisch zu verändern.

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