Wie verändern sich psychometrische Kennwerte, wenn die Likertskala unterschiedlich viele Stufen hat?

In Umfragen werden regelmäßig Skalen verwendet. Diese können in der Regel zwei bis elf Antwortkategorien haben. Mehr sind eher selten.

Die Antworten auf Fragen werden ausgewertet, indem Mittelwert, Standardabweichung, Schiefe und Kurtosis berechnet werden. Wie verändern sich diese, wenn man dieselbe Frage nimmt und die Anzahl der Antwortstufen variiert?

John Dawes hat dies 2007 untersucht (Do data characteristics change according to the number of scale points used?), indem er zwischen 5-, 7- und 10-stufigen Antwortformaten variierte.

Was kam dabei heraus? Für die Standardabweichung, Schiefe und Kurtosis gab es keine signifikanten Unterschiede. Für den Mittelwert gab es einen Unterschied zwischen der 10er-Skala und den beiden anderen Skalen.

Welche Konsequenzen hat das? Für Mittelwertsvergleiche sollte man genau aufpassen, ob man eine 5er-Skala auf ein 10er-Format hochskaliert. Nach diesen Ergebnissen sollte man es eher nicht machen.

Arbeitet man hingegen mit Strukturgleichungsmodellen und Faktorenanalysen, bei denen die Mittelwertsdifferenzen nicht so wichtig sind, darf man die Antworten zwischen den unterschiedlichen Antwortskalen beliebig hochskalieren.

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