Archiv der Kategorie: Diagnostik

Typische Themen der Exploration

Eine Exploration (im klinischen Bereich auch Anamnese genannt) kann zu Beginn einer diagnostischen Untersuchung, eine Therapie, eines Coachings oder einer Beratung stehen.

Dennoch gibt es Punkte, die wenn auch nicht immer, jedoch zumindest häufig angesprochen werden.

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Eingeordnet unter Diagnostik

Gelegenheitsbeobachtung während der Testbearbeitung

Auch während einer normalen Testbearbeitung kann man Beobachtungen über die Testteilnehmer sammeln und diese anschließend verwerten. Dieses Vorgehen ist selbstverständlich weniger standardisiert als die Durchführung eines Tests. Es ist dennoch hilfreich, sich auf Daten aus der Beobachtung zu stützen, um das Testergebnis gut interpretieren zu können.

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Worauf muss ich achten?

Auf folgende Punkte kann man während der Testbearbeitung achten:

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Eingeordnet unter Diagnostik, Entscheidungsfindung

Gefahren von Intelligenztests

Grundsätzlich sollte man bei der Interpretation von IQ-Werten die Messgenauigkeit der Tests streng beachten. Ein IQ-Wert ist daher immer als eine Schätzung zu verstehen.

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Zusätzlich sollten noch die möglichen Risiken und Nebenwirkungen eines Intelligenztests beachtet werden.

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Eingeordnet unter Diagnostik, Psychologen im Beruf, Testkonstruktion

Der äußere Eindruck und Vermutungen dazu

Wenn man eine Person beobachtet, gewinnt man automatisch einen ersten Eindruck von der Person. Schon nach wenigen Sekunden fällt die erste Entscheidung, wie sympathisch einem diese Person ist. Es wird vermutet, dass Faktoren wie wahrgenommene Herzlichkeit, Wärme einerseits und Klugheit, Intelligenz andererseits eine wichtige Rolle spielen. Grundsätzlich kann man sich nicht auf sein Gefühl verlassen, auch wenn man das Gefühl hat, ein Menschenkenner zu sein. Dies trifft im gleichen Maßen für untrainierte wie trainierte Beobachter zu. Man kann keinem Experten trauen, der behauptet, einen Menschen auf den ersten Blick einschätzen zu können.

Man kann jedoch mit Pseudo-Prognosen eine Expertise vortäuschen:

-Sie sind tendenziell eher selbstkritisch.
-Sie sind sensibler, als die meisten Menschen glauben.
-Sie haben bisweilen sexuelle Probleme gehabt.
-Sie haben die Erfahrung gemacht, dass es nicht klug ist, ihre privaten Gefühle öffentlich zu machen.
-Sie haben überdurchschnittlich viel Humor. (die Aussagen sind übernommen bzw. angepasst von folgendem Buch: [Asendorpf, J. (2009). Persönlichkeitspsychologie-für Bachelor. Springer-Verlag.] In der Literatur ist dies als Barnum-Effekt eingegangen. Weitere Aussagen, denen viele Personen zustimmen würden sind bspw.:

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Eingeordnet unter Diagnostik, Vorhersagen

Ausbildungserfolg: Bessere Prognose durch einen Leistungstest oder ein Interview?

Allgemein gilt die kognitive Leistungsfähigkeit als der beste Prognosfeaktor für den Erfolg im Beruf (Die Arbeitsprobe als Faktor schneidet womöglich genauso gut ab). Bisherige Studien bestätigen dasselbe auch für den Ausbildungserfolg. Allerdings ist die Wirkung verschiedener Faktoren bei den gleichen Auszubildenden selten getestet worden.

Bei den mehreren Hundert Teilnehmern in der Studie mit TeilnehmerInnen aus Deutschland von Ziegler, Dietl, Danay, Vogel und Bühner (2011) zeigte sich, dass die allgemeine Intelligenz (r=.65) den Ausbildungserfolg am besten vorhersagen konnte. An zweiter Stelle war die verbale Intelligenz (r=.45), gefolgt von der numerischen Intelligenz (r=.41). Als nächstes kamen in der Reihenfolge ein Diktat (r=.38) und grundlegende Rechenaufgaben (r=.33). Das strukturierte Interview konnte den Ausbildungserfolg nur moderat gut prognostizieren (r=.23), und das unstrukturierte Interview konnte den Erfolg in der Ausbildung nur schwach erklären (r=.13). Dabei zeigte sich, dass eine Kombination aus allgemeiner Intelligenz und strukturiertes Intervew den Erfolg in der Ausbildung am besten erklären konnten, da 48% der Varianz des Kriteriums aufgeklärt werden konnten.

Wenn man die Ausbildungen nach dem Schwierigkeitsgrad trennte, zeigte sich eine Steigerung der Prognosefähigkeit der allgemeinen Intelligenz für die komplexeren Ausbildungen. Bei den in der Studie berücksichtigen Berufen handelte es sich um Ausbildungen in den Bereichen Chemie, Pharmazie, Büromanagement, Elektronik und Mechanik.

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Eingeordnet unter AO Psychologie, Diagnostik, Personalauswahl

Faktoren mit denen sich Erfolg im Beruf vorhersagen lässt

Zur Prognose des beruflichen Erfolgs werden Vorstellungsgespräche, Assessment Center, Arbeitsproben, Fragebögen, Tests etc. durchgeführt. Die Liste ließe sich noch mit weiteren Methoden wie graphologische Gutachten, Analyse des Lebenslaufes, Analyse der Arbeitszeugnisse usw. ergänzen.

Diese Faktoren können den beruflichen Erfolg in unterschiedlicher Art und Weise vorhersagen. Zunächst sollte man sich fragen, was Erfolg im Beruf überhaupt bedeutet. Dies kann unterschiedliches bedeuten:

  1. wie gut man die Arbeit erledigt
  2. wie viel Geld man durch die Arbeit verdient (Einkommen)
  3. welche Position man erreicht hat (Beförderung)
  4. wie zufrieden ist man mit dem eigenen Berufserfolg (Arbeits- oder Karrierezufriedenheit)

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Eingeordnet unter AO Psychologie, Diagnostik, Entscheidungsfindung, Personalauswahl, Personalentwicklung

Probleme von Leistungstests

Ein Leistungstest gibt systematisch Aufgaben vor, die interessierende Verhaltensweisen oder psychische Vorgänge auslösen, um die erfolgten Reaktionen zu erfassen und zu beurteilen. Von dieser grundlegenden Definition aus lassen sich verschiedene Kategorien von Leistungstests wie bspw. Konzentrations-, Gedächtnis-, Wissenstests etc. unterscheiden.

Diese Leistungstests weisen für unterschiedliche Fragestellungen unterschiedliche Validitäten auf. So ist ein Wissenstest in der Regel brauchbarer als ein Konzentrationstest, um die berufliche Leistung zu prognostizieren. Dennoch wird in Frage gestellt, wie gut sich diese Vorhersage im konkreten Fall bewährt. Gegner der üblichen Leistungstests argumentieren gerne, dass diese sich kaum dafür eignen, da in komplexen Szenarien in der Realität ganz andere Kompetenzen erfordern. Im Vergleich mit den multiplen Anforderungen und Aufgaben an einem Arbeitsplatz wirkt natürlich jeder Leistungstest sehr klar strukturiert. In der Wirklichkeit hingegen ist manchmal überhaupt nicht klar, was überhaupt gemacht werden muss, um zur einer erfolgreichen Lösung zu kommen.

Dennoch muss man feststellen, dass dieser Vorwurf in Bezug auf Leistungstests ins Leere läuft. Befunde aus Meta-Analysen zeigen gerade, dass Leistungstests in einer Vielzahl an Jobs valide Prognosen erlauben.

Insofern ist höchstens punktuelle Kritik an Leistungstests sinnvoll. Man könnte sich beispielsweise fragen, inwiefern Aufmerksamkeits- oder Konzentrationstests valide sind, wenn es um Konzentration in Situationen ohne Zeitdruck gibt. Praktisch alle Leistungstests in diesem Bereich sind extreme Speedtests.

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