Archiv der Kategorie: Persönlichkeit

Implizite vs explizite Motive

Viele unterschieden zwischen bewussten (expliziten) und unbewussten (impliziten) Motiven. Doch wie soll man herausfinden, was die eigenen impliziten Motive sind?

Das Fantasieren über Ziele und die Selbstbeobachtung, wie sich die Zielverfolgung anfühlt, können dabei hilfreich sein.

Rheinberg (2004) schlägt diese Reflexionsfragen vor: Welche Aktivitäten mache ich auch ohne Belohnung immer wieder und ziehe sie zeitlich häufig vor? Wann habe ich mich über
ein erzieltes Ergebnis besonders gefreut? Wann konnte ich mich trotz eines Erfolgs erstaunlicherweise gar nicht richtig freuen?

Mit den Antworten auf diesen Fragen kann man das eigene Bild der impliziten Motive etwas schärfen, auch wenn man es vielleicht niemals genau erkennen kann.

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Eingeordnet unter Motivation, Persönlichkeit

Hat NLP positive Effekte auf die berufliche Leistung?

NLP ist im Kern keine Anwendung, in der es um den beruflichen Erfolg geht. Allerdings ist es nicht ungewöhnlich, dass Personen, die im Bereich Human Resources arbeiten eine NLP-Ausbildung haben. Da gibt es den NLP-Trainer, NLP-Coach, NLP-Master, NLP-Practitioner usw.

Was soll mit NLP erreicht werden?

 

NLP ist nicht auf bestimmte Probleme und Ziele fokussiert. Begeisterte NLPler empfehlen NLP zur Steigerung der beruflichen Leistung, für bessere Beziehungen, für ein besseres Wohlbefinden, für eine effektivere Kommunikation, aber auch um Phobien, Depressionen etc. zu heilen.

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Eingeordnet unter AO Psychologie, Persönlichkeit, Personalentwicklung

Ist emotionale Intelligenz ein Erfolgsfaktor im Beruf?

Auf das Thema emotionale Intelligenz bin ich schon mal eingegangen. Viele verstehen zum Teil etwas Unterschiedliches damit. Im Grunde einigt man sich aber zumindest darauf: Enotionen bei sich und anderen identifizieren, daraus Schlussfolgerungen ziehen und die Emotionen regulieren.

Welchen Effekt hat es im Arbeitsleben? Emotionale Intelligenz ist ein wenig als der komplementäre Part zur Intelligenz eingeführt worden: nicht nur der IQ, sondern auch der EQ sei für den beruflichen Erfolg wichtig. Weiterlesen

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Eingeordnet unter AO Psychologie, Persönlichkeit

Aufmerksamkeit und Konzentration

Die beiden Begriffe Aufmerksamkeit und Konzentration werden auch in der Psychologie gerne vermengt und synonym verwendet. Man kann sagen, dass beiden Begriffe für die Fähigkeit stehen, einer ausgewählten Aufgabe mit nötiger Beständigkeit und Genauigkeit Präzision zu bearbeiten und dabei irrelevante Dinge zu ignorieren. Die Konzentration und Aufmerksamkeit sind eine Voraussetzung, damit eine Leistung erbracht werden kann. Wenn die Aufmerksamkeit bspw. durch Alkoholkonsum eingeschränkt ist, dann kann bspw. nicht die optimale Fahrleistung abgerufen werden. In diesem Fall würde eine Einschränkung der Konzentration zu einer potentiellen Leistungsminderung im Fahrverhalten führen. (Es sei noch angemerkt, dass es schon Meinungen gibt (bspw. von Schmidt-Atzert und Amelang), dass man die beiden Begriffen so trennen sollte, dass die Aufmerksamkeit nur auf die selektive Beachtung (Wahrnehmung) von kritischen Reizen abzielt, während es bei der

Häufig wird zwischen „selektiver“ (konzentrativer oder fokussierender) und „geteilter“ (distributiver) Aufmerksamkeit unterschieden. Die selektive Aufmerksamkeit erfordert, dass für eine Handlung die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Objekt fokussiert wird. Die distributive Aufmerksamkeit bezeichnet den Fall, dass die Aufmerksamkeit auf mehrere Objekte (bzw. Handlungen) verteilt ist. Die Daueraufmerksamkeit ist tendenziell zeitlich länger, wobei es sich sowohl um fokussierter als auch geteilter Aufmerksamkeit handeln kann. Die Vigilanz lässt sich davon unterscheiden als Aufmerksamkeit für seltene Reize über längere Zeit hinweg.

Typische Konzentrationstests sind der d2 bzw. d2-R (die neuere Version des d2) und der FAIR (Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventar). Das sind klassische Durchstreichtests. In der Regel liefern diese Tests einen Gesamtwert für die Konzentration sowie zusätzliche Kennwerte für Sorgfalt und Tempo. Ein Konzentrationstest, bei dem man rechnen muss, ist der KLT-R. Allerdings weist der Test aufgrund dieser Besonderheit einen nicht-unwesentlichen Zusammenhang mit mathematischen Leistungen.

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Eingeordnet unter Diagnostik, Persönlichkeit

„Eigenschaft“ und „Einstellung“ – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Die Konzepte „Eigenschaft“ und „Einstellung“ sind keine sich wechselseitig ausschließenden Kategorien. Als Unterscheidungsmerkmal kann gelten, dass Einstellungen fast immer ein Objekt spezifizieren und bewerten. In den meisten Fällen ist dies auch ein äußeres Objekt d.h. nicht die Person, die sich selbst beurteilt.

Eigenschaften dienen dagegen der Beschreibung des eigenen Selbst im Vergleich zu anderen Personen.

Die Grenzen verschwimmen insbesondere dann, wenn Einstellungen zur eigenen Personen erfasst werden oder wenn Eigenschaften mithilfe der Spezifikation eines externen Objektes gemessen werden.

Trennen lassen sich beide, wenn Einstellungen nur mit objekt-evaluative Items und wenn Eigenschaften nur mit selbst-bezogenen Items gemessen werden. Letzere sind dann auch dadurch gekennzeichnet, dass sie Introspektion erfordern.

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Tests zum Berufsinteresse (2)

Über explorix, der auf dem Riasec-Modell von Holland beruht, wurde schon mal vorgestellt. Es gibt auch andere Tests zum Berufsinteresse, die auf anderen Modellen beruhen.

Ein solcher Test wird von der Allianz kostenlos angeboten: Perspektiventest für Junge Berufstätige, Studenten oder Schüler. Das Verfahren ist von Wottawa und Jäger entwickelt worden. Es wird empfohlen, die eigenen Daten nicht für Werbezwecke zugänglich zu machen.

Der Test erfasst unter anderem das Schlussfolgernde Denken, Soziale Kompetenzen und Arbeitsstil, Verhalten in beruflichen Situationen, Vorliebe für bestimmte Karrierewege sowie Einschätzung eigener Fähigkeiten.

Vor allem der Teil zum Verhalten in beruflichen Situationen ist relativ neuartig und interessant.

Der große Haken an dem Test ist, dass das Ergebnis nicht online bereitgestellt wird. Das Testergebnis in schriftlicher Form kann man sich bei einer Vertretung der Allianz abholen. Die Adresse wird einem per E-Mail mitgeteilt. Natürlich wird dabei auch ein mögliches Verkaufsgespräch in Gang gesetzt. Wer sich davon nicht unter Druck setzen lässt, kann den Test machen. Wer allerdings schon vorher weiß, dass man den Weg zur Vertretung meidet oder fürchtet in ein unangenehmes Verkaufsgespräch verwickelt zu werden, der sollte den Test auch gar nicht machen. Es werden noch weitere Tests zum Berufsinteresse und zu Berufseignung vorgestellt werden, so dass es auf den einen nicht ankommen wird.

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Eingeordnet unter Berufsberatung, Diagnostik, Online-Tests, Persönlichkeit

Soziale Phobien – ein Trend bei Jugendlichen

Eine repräsentative Studie der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie der Goethe-Universität fand bei 13 Prozent der Befragten Hinweise darauf, dass eine soziale Phobie vorliegt. Der prozentuale Anteil variierte zwischen städtischen und ländlichen Gebieten. Stadtkinder wiesen höhere Prozentwerte auf. Mehr Infos gibt’s in der Pressemitteilung „Weit verbreitet: soziale Phobie bei Jugendlichen„.

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Eingeordnet unter Entwicklung, Persönlichkeit, Studien