Schlagwort-Archive: Beobachtungsinterview

Gelegenheitsbeobachtung während der Testbearbeitung

Auch während einer normalen Testbearbeitung kann man Beobachtungen über die Testteilnehmer sammeln und diese anschließend verwerten. Dieses Vorgehen ist selbstverständlich weniger standardisiert als die Durchführung eines Tests. Es ist dennoch hilfreich, sich auf Daten aus der Beobachtung zu stützen, um das Testergebnis gut interpretieren zu können.

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Worauf muss ich achten?

Auf folgende Punkte kann man während der Testbearbeitung achten:

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Eingeordnet unter Diagnostik, Entscheidungsfindung

Der äußere Eindruck und Vermutungen dazu

Wenn man eine Person beobachtet, gewinnt man automatisch einen ersten Eindruck von der Person. Schon nach wenigen Sekunden fällt die erste Entscheidung, wie sympathisch einem diese Person ist. Es wird vermutet, dass Faktoren wie wahrgenommene Herzlichkeit, Wärme einerseits und Klugheit, Intelligenz andererseits eine wichtige Rolle spielen. Grundsätzlich kann man sich nicht auf sein Gefühl verlassen, auch wenn man das Gefühl hat, ein Menschenkenner zu sein. Dies trifft im gleichen Maßen für untrainierte wie trainierte Beobachter zu. Man kann keinem Experten trauen, der behauptet, einen Menschen auf den ersten Blick einschätzen zu können.

Man kann jedoch mit Pseudo-Prognosen eine Expertise vortäuschen:

-Sie sind tendenziell eher selbstkritisch.
-Sie sind sensibler, als die meisten Menschen glauben.
-Sie haben bisweilen sexuelle Probleme gehabt.
-Sie haben die Erfahrung gemacht, dass es nicht klug ist, ihre privaten Gefühle öffentlich zu machen.
-Sie haben überdurchschnittlich viel Humor. (die Aussagen sind übernommen bzw. angepasst von folgendem Buch: [Asendorpf, J. (2009). Persönlichkeitspsychologie-für Bachelor. Springer-Verlag.] In der Literatur ist dies als Barnum-Effekt eingegangen. Weitere Aussagen, denen viele Personen zustimmen würden sind bspw.:

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Eingeordnet unter Diagnostik, Vorhersagen

Anliegen, Ziele und Erhebungsmethoden der Arbeitsanalyse

Folgende Ziele können durch eine Arbeitsanalyse erreicht werden,

  • Veränderungen und Projektierung der Arbeitssituation und Arbeitsorganisation
  • Ermittlung von Qualifikationserfordernissen und –inhalten
  • Bestimmung von Eignungsanforderungen
  • Vergleich von Arbeitstätigkeiten
  • Technikfolgenabschätzung
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Lohnfindung

Im Kern geht es um die Identifizierung von Arbeitsbedingungen, die zum Erhalt und Förderung der Gesundheit und Persönlichkeit der Arbeitenden beitragen. Allerdings gibt es auch relevante Rahmenbedingungen. Denn betrieblich Akteure, bewerten und setzen Arbeitsanalysen für unterschiedliche Zwecke ein. Für den beteiligten Psychologen bedeutet es, dass er die Frage der Interessenbindung und der Verantwortung klären muss. Das betrifft nämlich direkt die Frage der Gewichtung der Wirtschaftlichkeit im Vergleich zur Humanisierung der Arbeit. Weiterlesen

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Eingeordnet unter AO Psychologie