Schlagwort-Archive: Interview

Typische Themen der Exploration

Eine Exploration (im klinischen Bereich auch Anamnese genannt) kann zu Beginn einer diagnostischen Untersuchung, eine Therapie, eines Coachings oder einer Beratung stehen.

Dennoch gibt es Punkte, die wenn auch nicht immer, jedoch zumindest häufig angesprochen werden.

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9. Fachgruppentagung der AO-Psychologie in Mainz

Interessante Vorträge habe ich gesehen:

Leisten Beschäftigte mit mikropolitischen Ambitionen weniger?
Nora Schütte, Janis Heupel & Gerhard Blickle Universität Bonn (-> Ergebnis: Ja, aber nur wenn ein Klima herrscht, das wenig Eigeninitiative fördert)

Wie Bedrohungen und Unterstützung auf Voice-Verhalten wirken Diana Boer¹ & Johannes Leder² ¹Universität Koblenz-Landau ²Universität Hildesheim (-> Ergebnis:  Bedrohungen beeinflussen die Wahrscheinlichkeit Voice-Verhalten zu zeigen negativ; Voice-Verhalten kann trotzdem gezeigt werden, wenn  sich die Person einen individuellen Nutzen davon verspricht)

Konstruktiv-kritisches freiwilliges Arbeitsengagement von PraktikantInnen
Jenny S. Wesche, Daniel May & Rudolf Kerschreiter Freie Universität Berlin (-> Ergebnis: bessere PraktikantInnen, wenn Möglichkeiten zur Orientierung und Qualifizierung gegeben sind und die Führungskraft offen für Vorschläge ist)

Der Einfluss der Urteilsquelle auf psychometrische Eigenschaften von Skalen zur Messung kontraproduktiven und produktiven Arbeitsverhaltens
Oliver Rizmanoski & Bernd Marcus FernUniversität in Hagen(-> Ergebnis: Vorgesetzte und Kollegen können kontraproduktives Verhalten weniger gut einschätzen) Weiterlesen

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Ausbildungserfolg: Bessere Prognose durch einen Leistungstest oder ein Interview?

Allgemein gilt die kognitive Leistungsfähigkeit als der beste Prognosfeaktor für den Erfolg im Beruf (Die Arbeitsprobe als Faktor schneidet womöglich genauso gut ab). Bisherige Studien bestätigen dasselbe auch für den Ausbildungserfolg. Allerdings ist die Wirkung verschiedener Faktoren bei den gleichen Auszubildenden selten getestet worden.

Bei den mehreren Hundert Teilnehmern in der Studie mit TeilnehmerInnen aus Deutschland von Ziegler, Dietl, Danay, Vogel und Bühner (2011) zeigte sich, dass die allgemeine Intelligenz (r=.65) den Ausbildungserfolg am besten vorhersagen konnte. An zweiter Stelle war die verbale Intelligenz (r=.45), gefolgt von der numerischen Intelligenz (r=.41). Als nächstes kamen in der Reihenfolge ein Diktat (r=.38) und grundlegende Rechenaufgaben (r=.33). Das strukturierte Interview konnte den Ausbildungserfolg nur moderat gut prognostizieren (r=.23), und das unstrukturierte Interview konnte den Erfolg in der Ausbildung nur schwach erklären (r=.13). Dabei zeigte sich, dass eine Kombination aus allgemeiner Intelligenz und strukturiertes Intervew den Erfolg in der Ausbildung am besten erklären konnten, da 48% der Varianz des Kriteriums aufgeklärt werden konnten.

Wenn man die Ausbildungen nach dem Schwierigkeitsgrad trennte, zeigte sich eine Steigerung der Prognosefähigkeit der allgemeinen Intelligenz für die komplexeren Ausbildungen. Bei den in der Studie berücksichtigen Berufen handelte es sich um Ausbildungen in den Bereichen Chemie, Pharmazie, Büromanagement, Elektronik und Mechanik.

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Wie führe ich ein Interview?

Der Markt für Interview-Literatur ist sehr vielschichtig. Es gibt Interviews in vielen Bereichen und viele Fachleute und Nicht-Fachleute fühlen sich berufen, ein Buch darüber zu schreiben. Das macht die Auswahl nicht einfacher. Vor allem dann nicht, wenn man als Psychologe versucht, ein gutes Interview zu gestalten.

Es gibt vieles an allgemeiner Theorie in Büchern, die meistens einen Titel wie „Qualitative Sozialforschung…“ tragen. Hier gilt: Hat man Eins gelesen, hat man Alle gelesen. Hinterher weiß man aber immer noch nicht, wie man eigentlich ganz konkret einen Interviewleitfaden aufbauen sollte.

Weniger trocken, fachlich sogar besser und mit einem höheren Praxisbezug hat Steinar Kvale über Interviews geschrieben. An dieser Stelle empfehle ich mal InterViews. Es ist aber kein Muss, wenn man ganz praktisch einen Leitfaden kreieren möchte.

Dafür hilfreicher ist Das Entscheidungsorientierte Gespräch (EOG) als Eignungsinterview das von Karl Westhoff herausgegeben wurde. Dieses Buch ist um Längen praktischer als alles, was mir an fundierter psychologischer Literatur bisher begegnet ist. Allerdings hat man damit immer noch viel Arbeit. Allein mit dem Buch kann man noch keinen Leitfaden zusammen flicken. Vielleicht ist das aber auch zu viel verlangt, wenn man ein wirklich gutes, psychologisches Interview führen möchte.

 

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Erfahrungen aus dem Vorstellungsgespräch

Mithilfe der Eignungsdiagnostik versucht man, die Auswahl von geeigneten Kandidaten auf einem möglichst objektiven und validen Niveau durchzuführen. Im besten Fall soll der beste Kandidat das Rennen machen.

Das stösst nicht immer auf Akzeptanz von Seiten der Bewerber, vor allem dann nicht, wenn ein nachvollziehbarer Zusammenhang mit der Stelle fehlt. Im Post vom Antikoerperchen-Blog werden interessante Situationen in Vorstellungsgesprächen geschildert. Man könnte sie auch als Anleitung lesen, wie man ein Vorstellungsgespräch nicht führen sollte.

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