Schlagwort-Archive: Motivation

Implizite vs explizite Motive

Viele unterschieden zwischen bewussten (expliziten) und unbewussten (impliziten) Motiven. Doch wie soll man herausfinden, was die eigenen impliziten Motive sind?

Das Fantasieren über Ziele und die Selbstbeobachtung, wie sich die Zielverfolgung anfühlt, können dabei hilfreich sein.

Rheinberg (2004) schlägt diese Reflexionsfragen vor: Welche Aktivitäten mache ich auch ohne Belohnung immer wieder und ziehe sie zeitlich häufig vor? Wann habe ich mich über
ein erzieltes Ergebnis besonders gefreut? Wann konnte ich mich trotz eines Erfolgs erstaunlicherweise gar nicht richtig freuen?

Mit den Antworten auf diesen Fragen kann man das eigene Bild der impliziten Motive etwas schärfen, auch wenn man es vielleicht niemals genau erkennen kann.

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Eingeordnet unter Motivation, Persönlichkeit

Wirkt ein Commitment noch, nachdem es abgelaufen ist?

Eine beliebte Form von Commitments sind Neujahrs-Vorsätze. Die halten allerdings nie lange.

Doch wie steht es mit ernsthaftem Commitment aus? Was passiert, wenn man sich vornimmt, ein Jahr lang jede Woche 10 km zu joggen oder innerhalb eines halben Jahres 10 kg abzunehmen?

In der Regel funktioniert das gut. Auch theoretisch ist das in mehreren konzeptualisiert. Nach der Zielsetzungstheorie von Latham und Locke wirken Ziele als Motivation für ein bestimmtes handeln. Ein Commitment wirkt i.d.Regel verpflichtet, so dass man sich an das Ziel gebunden fühlt (anders als bei Neujahrs-Vorsätzen). Commitments sind i.d.Regel nicht komplex, d.h. die Realisierung scheitert nicht daran, dass die Aufgabe zu kompliziert ist. Das Commitment kommt von einem selbst, d.h. man kann und sollte selbst entscheiden, ob man jetzt 5 oder 10kg abnehmen möchte bzw. ob man jede Woche 5 km oder 10 km laufen möchte.

So, what’s next? Weiterlesen

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Eingeordnet unter Entscheidungsfindung

Die künstliche Persönlichkeit, die von Antizipation getrieben wird

Die Consequence Driven Systems Theory stammt von Stevo Bozinovski (2003). Als nicht-Psychologe beschäftigt er sich mit künstlicher Intelligenz und stellt auch die Frage nach der künstlichen Persönlichkeit. Seine Theorie bedient sich teilweise bei John Clinton Loehlin und Kurt Lewin.

Zu den Grundlagen der Consequence Driven Systems Theory (auch auf die Gefahr hin, dass jetzt einige Hundeerziehung und Ähnliches schreien!):

3-fache Umwelt: eine externe, eine interne und eine genetische Umwelt. In der externen Umwelt äußert sich das Verhalten. In der internen wird das Verhalten vorbereitet. Die genetische Umwelt liefert die Initial-Bedingungen. Weiterlesen

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Eingeordnet unter Entscheidungsfindung, Persönlichkeit, Studien