Schlagwort-Archive: Praktische Intelligenz

Rekognitionsheuristik

Heuristiken sind simple Regeln, die uns täglich bei Entscheidungssituationen im helfen, eine schnelle und auch gute Lösung zufinden. Sie sind die klaren Wegweiser im Dschungel der Entscheidungsmöglichkeiten. Würden wir nämlich jedes Mal über ein offenes Problem nachdenken, dann wären wir nur damit beschäftigt. Heuristiken erlauben uns den mentalen Aufwand, das Nachdenken, niedrig zu halten.
Ein bekanntes Beispiel für solche Faustregeln ist die Rekognitionsheuristik nach Dan Goldstein und Gigerenzer(2002), die eine der einfachsten Heuristiken ist. Sie besagt, dass wenn bei einer Entscheidung zwei Objekte miteinander verglichen werden(z.B.Welche Stadt ist größer?-A oder B?) von denen das eine Objekt bekannt und das andere unbekannt ist, man in der Regel die bekannte Entscheidungsalternative wählt. Da man die Größe der Stadt also nicht kennt, verwendet man als Refernzklasse die Bekanntheit der Städte. Damit ist die Hoffnung verbunden, dass die Bekanntheit der Stadt ein valider Hinweis auf deren Größe ist. Weil man im Alltag z.B. nicht von außen einschätzen kann, ob eine Person freundlich gesinnt ist, interpretiert man ein Lächeln etc. als einen Hinweis für Freundlichkeit, Offenheit etc.
Für den Alltagsmenschen ist die Rekognitionsheuristik das, was für den Statistiker die lineare Regression ist. Nur das sie simpler ist, und gar nicht so uneffizient!
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Soziale Kompetenzen

In wiefern unterscheidet sich Kompetenz von Intelligenz?

Kompetenz bezeichnet das Potential, erforderliches Verhalten in einer Situation zeigen zu können. Analog dazu ist soziale Kompetenz die Voraussetzung für effektives soziales Verhalten, die eine Person mitbringt. Die Kompetenz ist nicht in allen Bereichen gleich. Sie ist bereichs- und situationsspezifisch und durch Lernprozesse modifizierbar.

Intelligenz ist eher die kognitive Fähigkeit zur Bewältigung vieler, unterschiedlicher Aufgaben. So gesehen ist Intelligenz eine Voraussetzung für den Erwerb von Kompetenzen. Im Vergleich ist die Intelligenz stabiler und stärker genetisch bestimmt. Weiterlesen

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Intelligenz und weitere Intelligenzkonzepte

Der Beginn der 90er Jahre steht in der Psychologie für neue, alternative Intelligenzkonzepte. Seither lässt sich eine regelrechte „Inflation der Intelligenzen“ beobachten. 

Die neuen Intelligenzkonzepte unterscheiden sich zunächst in dem Bereich, den sie erfassen.

Das gibt es welche, die als Ergänzungen zum traditionellen Intelligenzkonzept gedacht sind. Dazu gehören die soziale, emotionale, praktische und operative Intelligenz.

 Neue breiter gefasste Intelligenzkonzepte streben dagegen eine Ablösung des alten Intelligenzkonzeptes ab.

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