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Mission Failed (1)

Manchmal kann man trotz bester Arbeit, die Ergebnisse nicht in die Tat umsetzen. Dann hilft auch der beste Plan nichts.

Da wo Psychologen arbeiten, werden auch die Interessen anderer Menschen berührt. In dem Fall kann es fast keine Lösung geben, die wirklich alle mittragen wollen. Manchmal muss alles beim alten bleiben, damit sich für Wenige nichts ändert. Ein gutes Beispiel lässt sich im Buch Psychologen im Beruf finden. Dort schreibt Wottawa (s. 143ff): Weiterlesen

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Eingeordnet unter AO Psychologie, Psychologen im Beruf

Tests zum Berufsinteresse (3)

Nach explorix und dem dem Perspektiventest für Junge Berufstätige, Studenten oder Schüler, wird ein weiterer Tests der die Berufseignung bzw. das Berufsinteresse erfasst, vorgestellt. Wie der Perspektiventest für Junge Berufstätige, Studenten oder Schüler stammt auch der von unicum.de kostenfrei angebotene Test von Wottawa. Die Testinhalte sind auch teilweise ähnlich.

Während der Perspektiventest ca. 60 Minuten dauert, benötigt man für den Test „Welcher Job passt zu mir?“ an die 100 Minuten, ehe die Auswertung beginnen kann. Der Test „Welcher Job passt zu mir?“ umfasst folgende Kategorien: Problemlösungsbereitschaft, Freie Kreativität, Kontaktfreude, Streben nach sozialer Akzeptanz, Leistungsmotivation, Misserfolge meiden, Durchsetzungsvermögen, Gelassenheit, Gewissenhaftigkeit, Einstellung zu Konflikten, Konsensorientierung, Selbstmanagement, Stressresistenz, Teamorientierung und Zuverlässigkeit.

Das Ergebnis des Tests wird online zugänglich gemacht. Das geschieht innerhalb von ein paar Tagen. Man erfährt wie man selbst in den einzelnen Kategorien abschneidet im Vergleich zu anderen Personen, die auch den Test gemacht haben. Daraus werden dann einzelne Empfehlungen abgeleitet. Z.b. wenn man bei der Problemlösungsbereitschaft sehr gut abschneidet, wird einem empfohlen, sich einen Beruf zu suchen, in dem man oft Probleme auf einer abstrakten Ebene lösen muss.

Insgesamt ist dieser Test sehr empfehlenswert. Natürlich ist das Ergebnis – wie alle Testergebnisse – auch von der Tagesform und Motivation abhängig. Dennoch sind die Ergebnisse besonders interessant, die Unterschiede zwischen der eigenen Selbsteinschätzung und dem Testergebnis aufdecken. Es lohnt, sich darüber Gedanken zu machen. Und zum Test geht’s hier!

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Tests zum Berufsinteresse (2)

Über explorix, der auf dem Riasec-Modell von Holland beruht, wurde schon mal vorgestellt. Es gibt auch andere Tests zum Berufsinteresse, die auf anderen Modellen beruhen.

Ein solcher Test wird von der Allianz kostenlos angeboten: Perspektiventest für Junge Berufstätige, Studenten oder Schüler. Das Verfahren ist von Wottawa und Jäger entwickelt worden. Es wird empfohlen, die eigenen Daten nicht für Werbezwecke zugänglich zu machen.

Der Test erfasst unter anderem das Schlussfolgernde Denken, Soziale Kompetenzen und Arbeitsstil, Verhalten in beruflichen Situationen, Vorliebe für bestimmte Karrierewege sowie Einschätzung eigener Fähigkeiten.

Vor allem der Teil zum Verhalten in beruflichen Situationen ist relativ neuartig und interessant.

Der große Haken an dem Test ist, dass das Ergebnis nicht online bereitgestellt wird. Das Testergebnis in schriftlicher Form kann man sich bei einer Vertretung der Allianz abholen. Die Adresse wird einem per E-Mail mitgeteilt. Natürlich wird dabei auch ein mögliches Verkaufsgespräch in Gang gesetzt. Wer sich davon nicht unter Druck setzen lässt, kann den Test machen. Wer allerdings schon vorher weiß, dass man den Weg zur Vertretung meidet oder fürchtet in ein unangenehmes Verkaufsgespräch verwickelt zu werden, der sollte den Test auch gar nicht machen. Es werden noch weitere Tests zum Berufsinteresse und zu Berufseignung vorgestellt werden, so dass es auf den einen nicht ankommen wird.

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Paramorphe Modelle des Diagnostizierens

Bei der Diagnostik geht es oft um Vorhersagen. Wird z.B. ein Bewerber eingestellt, dann impliziert das eine positive diagnostische Prognose für den beruflichen Erfolg des Bewerbers im betreffenden Unternehmen.

Wie kommen allerdings Diagnostiker zu ihren Prognosen?

 Deskriptive Modelle des Diagnosizierens können helfen, diese Frage zu beantworten. In deskriptiven Modellen ist der Diagnostiker das Objekt psychologischer Modellbildung. Es geht also um die Beziehung zwischen Daten und Diagnosen, die formell dargestellt werden soll. Solche Modelle nennt man auch paramorphe Modelle, da sie den Zusammenhang zwischen der gegebeben, erhobenen Informationen und den Entscheidungen eines Diagnostikers reproduzieren. Diese Modelle offenbaren, welche Variablen ein Diagnostiker für relevant hält und welche Bedeutung er diesen Variablen einräumt.

Bei der Erstellung eines solchen Modells agieren Diagnostiker als Probanden. Es gibt zwei grundsätziche Vorgehensweisen: lineare Modelle und Konfigurationsmodelle.

Die lineare Modelle errechnen anhand der abgegebenen Urteile, welches paramorphe Modell am besten die Urteile eines Diagnostikers nachbildet. Während der Konstruktion eines Konfigurationsmodells wird dagegen stark von den Angaben über das eigene Vorgehen eines Diagnostik Gebrauch gemacht. Weiterlesen

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